Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
Wenn ich BundeskanzlerIn wäre...
Vor der Bundestagswahl am 22. September haben wir Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland gefragt: Hast du schon mal drüber nachgedacht was DU machen würdest wenn DU Bundeskanzler/in wärst? Die Kinder und Jugendlichen waren aufgefordert, uns eine Postkarte mit ihren Ideen, Forderungen und Wünschen zu schreiben. 3000 Kinder und Jugendlichen haben das gemacht.
Zum Tag der KInderrechte am 20. November haben wir die Postkarten an Bundeskanzlerin Merkel gesendet.
„Die Kinder und Jugendlichen haben nicht nur tolle Ideen und Forderungen gestellt, sie haben auch einen sehr realistischen Blick auf die soziale Ungleichheit in Deutschland. Verbesserungsbedarf sehen die Kinder und Jugendliche besonders bei der Umsetzung der Kinderrechte auf Soziale Sicherheit und auf angemessene Lebensbedingungen (Art. 26 und 27 UN-Kinderrechtskonvention), auf Freizeit (Art. 31 UN-Kinderrechtskonvention) sowie auf Bildung (Art. 28 UN-Kinderrechtskonvention)“, so Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes.
„Viele Kinder fordern auch mehr Beteiligungsmöglichkeiten und Rechte für Kinder. Sie wollen mitbestimmen und ihre Interessen und ihre Meinung einbringen. Darauf haben Kinder und Jugendliche auch das Recht (Art. 12 UN-Kinderrechtskonvention). Damit die Kinderrechte vollständig in Deutschland Realität werden, müssen sie endlich im Grundgesetz verankert werden. Dann müsste das Wohl und das beste Interesse der Kinder bei allen Maßnahmen, die sie betreffen, Vorrang haben. Die neue Bundesregierung muss hier umgehend handeln und sich zu den Kinderrechten bekennen“, fordert Hilgers.
Sehr viele Kinder und Jugendliche äußern sich zum Thema Umwelt- und Tierschutz sowie gesunden Lebensbedingungen. Ein Recht auf eine gesunde Umwelt fehlt aber in der UN-Kinderrechtskonvention.

Stimmen der Kinder und Jugendlichen
Wenn ich BundeskanzlerIn wäre, würde ich…
• „dafür sorgen, dass jeder Mensch ungefähr gleich viel Geld hat“ (Kian, 8 Jahre)
• „machen, dass alle Kinder glücklich sind“ (Riona, 8 Jahre)
• „Hausaufgaben abschaffen“ (Elena, 13 Jahre)
• „die Schule später anfangen lassen, weil ich immer müde bin“ (Naima, 11 Jahre)
• „mehr Spielplätze bauen und reinigen lassen“ (Cansu, 10 Jahre)
• „sagen, dass Kinder selbst entscheiden dürfen was sie in ihrer Freizeit machen“ (Enna, 12 Jahre)
• „selber entscheiden, ob ich G8 oder G9 nehme“ (Lillie, 11 Jahre)
• „das Wahlrecht schon ab 15 machen, weil wir ja Politik haben und wir uns schon ein bisschen auskennen“ (Philipp, 13 Jahre)
• „das die Kleinen mehr zu sagen haben“ (Leon, 8 Jahre)
• „dafür sorgen, dass Kinder nicht angeschrien werden“ (Lars, 7 Jahre)
• „den Krieg abschaffen und anderen Leuten erklären, dass man Frieden auch mit Worten machen kann“ (Elena, 7 Jahre)
• „Waffen streng verbieten“ (Dimitri, 11 Jahre)
• „Atomkraftwerke abschaffen“ (Annika, 10 Jahre)
• „mich für den Naturschutz und für die Tiere einsetzen“ (Kai, 9 Jahre)
• „das Rauchen verbieten“ (Katharina, 11 Jahre).


Übrigens: Wir haben die Bundestagsfraktionen gefragt, was sie nach der Wahl gegen Kinderarmut, für den Schutz von Kindern vor Gewalt und für die Kinderrechte machen werden. Die Antworten findest du hier.
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