Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
04.02.2013

DKSB zum Safer Internet Day: Hersteller sollen Jugendschutzprogramme installieren


Zum Safer Internet Day am 5. Februar fordert der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband e.V. (DKSB), die Provider zu verpflichten auf die Installation von Jugendschutzprogrammen hinzuweisen. „So werden jugendgefährdende Inhalte blockiert ohne dass die Eltern ein Programm installieren und aktivieren müssen. Jugendschutzprogramme helfen Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe, Kinder und Jugendliche im Internet zu schützen“, so Ekkehard Mutschler, Jugendmedienschutzbeauftragter des Deutschen Kinderschutzbundes.
Ekkehard Mutschler weist darauf hin, „dass technischer Jugendmedienschutz im Internet schnell an seine Grenzen stößt und nur ein Hilfsmittel sein kann. Eltern müssen ihre Kinder weiterhin im Umgang mit dem Internet begleiten.“ Zudem sei es wichtig, die Medienkompetenz aller Beteiligten zu stärken, um so den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten.
Der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband e.V. begrüßt, dass die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) zwei Jugendschutzprogramme anerkennt: JusProg und das Filterprogramm der Deutschen Telekom.
Jugendschutzprogramme sind Filtersoftware, die kontrollieren, welche Internetseiten angezeigt und welche gezielt ausgeblendet werden sollen. Die Programme verfügen über eine umfangreiche Filterliste, die mehrere Millionen Domains von Webseiten umfasst, die auf Eignung für Kinder und Jugendliche bereits überprüft und in bestimmte Inhalts- und Altersraster einsortiert wurden. Beim Aufruf einer Internetseite gleicht die Software diese mit der gespeicherten Liste mit Seiten, die für Kinder ungeeignet sind, ab. Ist die Webseite auf der Liste, wird sie nicht angezeigt. In Frankreich müssen Internet-Anbieter ihren Kunden bereits seit 2006 verpflichtend kostenlose Kindersicherungen zur Verfügung stellen.

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