Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
13.09.2013

Versuchte Einflussnahme pädophiler Netzwerke unabhängig aufarbeiten!


Berlin, 13. September 2013. Der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband e.V. (DKSB) ist sehr betroffen über inakzeptable Aussagen in Schriften des Kinderschutzbundes aus den 1980er Jahren.
„Schon die Diskussion über die Liberalisierung von Pädosexualität verletzt massiv die Gefühle der Betroffenen und hat im Deutschen Kinderschutzbund keinen Platz. Sie hätte in der Geschichte nie stattfinden dürfen. Wir bedauern dies zutiefst!“ so Heinz Hilgers, Präsident des DKSB.
„Jetzt haben wir die Verantwortung dafür zu sorgen, dass die gegen den DKSB der 80er Jahre erhobenen Vorwürfe lückenlos aufgeklärt und aufgearbeitet werden. Deshalb werden wir das Institut für Demokratieforschung der Universität Göttingen unter Prof. Dr. Walter bitten, eine unabhängige Untersuchung der Einflüsse pädophiler Netzwerke und Akteure auf den Deutschen Kinderschutzbund und andere soziale Bewegungen durchzuführen und diese offen zu legen.“ sagt Prof. Dr. Sabine Andresen, Vize-Präsidentin des Deutschen Kinderschutzbundes.
Eine solche unabhängige Aufarbeitung werden der Bundesvorstand und die Bundesgeschäftsstelle des DKSB nach Kräften unterstützen.
In den letzten zwei Jahrzehnten hat der Deutsche Kinderschutzbund innovative Präventions- und Interventionsarbeit in Hinblick auf gesellschaftliche, institutionelle und familiäre Gewalt geleistet. Hierbei ist die Erarbeitung von Schutzkonzepten, die Hilfe im beraterisch-therapeutischen Kontext ebenso zu nennen wie die Schul- und Sportprojekte zur Aufklärung und Stärkung von Kindern und Jugendlichen. Dabei bilden Beratungsstellen, Kinderschutz-Zentren, Eltern- und Kinder und Jugendtelefon ein wichtiges Netzwerk zum Schutz der Kinder.
Die ehrenamtlich und hauptamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten dabei eine hervorragende Arbeit. Ihr Verdienst ist es, dass die Qualität unserer Arbeit stetig weiter entwickelt wird. Davon zeugen die Grundsatzbeschlüsse und Resolutionen der Mitgliederversammlung in den jeweils aktuellen Fassungen: Resolution zu sexualisierter Gewalt, Prinzipien helfenden Handelns; die überarbeiteten Fachbroschüren: Gewaltfreie Erziehung, Gewalt gegen Kinder, Stärkung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sowie die Fortbildungskonzepte zum Bundeskinderschutzgesetz.

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