Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
02.10.2013

Kindergeld zu Kindergrundsicherung ausbauen!


Familienpolitisches Gesamtkonzept gegen Kinderarmut und für frühkindliche Bildung dringend notwendig

„Statt Milliarden für intransparente, kontraproduktive und komplizierte Leistungen auszugeben muss die nächste Bundesregierung dringend umsteuern und das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt stellen. Mit einem gerechten und transparenten familienpolitischen Gesamtkonzept muss die steigende Kinderarmut bekämpft und frühkindliche Bildung gefördert werden. Denn jedes Kind in Deutschland muss eine Chance haben!“, so Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes.
Der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband e.V. fordert daher, das Kindergeld zu einer sozial gerechten Kindergrundsicherung von 536 Euro pro Monat auszubauen. Die Kindergrundsicherung orientiert sich am steuerlichen Existenzminimum und spart gewaltige Bürokratiekosten ein. Durch die Besteuerung schmilzt die Kindergrundsicherung je nach Einkommen der Eltern langsam ab. Familien mit keinem oder nur geringen Einkommen erhalten so mehr Geld, das für die Versorgung der Kinder nötig ist. Familien mit hohem Einkommen werden dagegen wie bisher entlastet. So sieht gerechte und transparente Familienförderung aus!
Neben einer Kindergrundsicherung ist der qualitative und quantitative Ausbau der Kinderbetreuung notwendig. Geldtransfers und Infrastruktur dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden: Familien und Kinder brauchen beides.
„Die nächste Bundesregierung muss hier ebenfalls schnell handeln. Durch den Ausbau der Kita-Plätze sind gravierende Qualitätsmängel entstanden. Die personellen und strukturellen Rahmenbedingungen müssen deutlich verbessert werden. Wir brauchen dringend ein Betreuungsqualitätsgesetz, das entsprechende Standards bundesweit sichert und die Qualitätsentwicklung vorantreibt“, so Hilgers. Qualität und Quantität müssten gemeinsam gedacht werden – für eine bedarfsdeckende quantitative und eine qualitativ hochwertige Betreuungsinfrastruktur in Deutschland.

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