Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
10.10.2013

Erklärung zum Artikel "Gefährliche Nähe" im Stern


Zu dem Artikel "Gefährliche Nähe" im „Stern“ erklärt der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband e.V. (DKSB):
Der "Stern" bezeichnet eine 1987 vom DKSB herausgegebene Broschüre unzutreffend als "Grundsatzprogramm" des Deutschen Kinderschutzbundes. Bei dieser Broschüre handelt es sich jedoch vielmehr um eine Sammlung von Aufsätzen verschiedener Autoren. Die Broschüre ist wegen darin enthaltener inakzeptabler Aussagen zur Straffreiheit sexueller Kontakte zwischen Kindern und Erwachsenen vom DKSB zurückgezogen und vernichtet worden. Derartige Forderungen sind im Grundsatzprogramm des DKSB nicht enthalten. Der Schutz von Kindern vor allen Formen der Gewalt steht für den Deutschen Kinderschutzbund an oberster Stelle.
„Schon die Diskussion über die Liberalisierung von Pädosexualität verletzt massiv die Gefühle der Betroffenen und hat im Deutschen Kinderschutzbund keinen Platz. Sie hätte in der Geschichte nie stattfinden dürfen. Wir bedauern dies zutiefst!“ so Heinz Hilgers, Präsident des DKSB. „Jetzt haben wir die Verantwortung dafür zu sorgen, dass die gegen den DKSB der 80er Jahre erhobenen Vorwürfe lückenlos aufgeklärt und aufgearbeitet werden.“, sagt Prof. Dr. Sabine Andresen, Vize-Präsidentin des Deutschen Kinderschutzbundes.
Um Aufklärung der versuchten Einflussnahme von Pädophilen auf den DKSB und der Rolle des ehemaligen Präsidenten Walter Bärsch hat der DKSB das Institut für Demokratieforschung unter Leitung von Prof. Franz Walter gebeten.
In den letzten zwei Jahrzehnten hat der Deutsche Kinderschutzbund innovative Präventions- und Interventionsarbeit in Hinblick auf gesellschaftliche, institutionelle und familiäre Gewalt geleistet. Hierbei ist die Erarbeitung von Schutzkonzepten, die Hilfe im beraterisch-therapeutischen Kontext ebenso zu nennen wie die Schul- und Sportprojekte zur Aufklärung und Stärkung von Kindern und Jugendlichen und unsere Elternkurse Starke Eltern – Starke Kinder®. Dabei bilden Beratungsstellen, Kinderschutz-Zentren, Eltern- und Kinder und Jugendtelefon ein wichtiges Netzwerk zum Schutz der Kinder.
Die ehrenamtlich und hauptamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten dabei eine hervorragende Arbeit. Ihr Verdienst ist es, dass die Qualität unserer Arbeit stetig weiter entwickelt wird. Davon zeugen die Grundsatzbeschlüsse und Resolutionen der Mitgliederversammlung in den jeweils aktuellen Fassungen: Resolution gegen sexualisierte Gewalt, Prinzipien helfenden Handelns; die überarbeiteten Fachbroschüren: Gewaltfreie Erziehung, Gewalt gegen Kinder, Stärkung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sowie die Fortbildungskonzepte zum Bundeskinderschutzgesetz.

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