Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
16.12.2015

DKSB zur Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes


Berlin, 16. Dezember 2015. Das Bundeskabinett hat heute (Mittwoch) den Bericht zur Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes beschlossen. Der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband e.V. (DKSB) begrüßt, dass durch das Gesetz die Rechte des Kindes auf Beratung, Beteiligung und Beschwerde gestärkt werden. Dennoch sieht er keine Anzeichen dafür, dass Kinder weniger von Gewalt und Vernachlässigung betroffen sind.

„Positiv ist, dass das Bundeskinderschutzgesetz die präventiven Hilfen in den Blick nimmt, ohne dabei den Schutz von Kindern in Institutionen außer Acht zu lassen“, sagte Cordula Lasner-Tietze, stellvertretende Bundesgeschäftsführerin. Als gute Beispiele in den Kommunen und Landkreisen nannte sie den Ausbau der Netzwerke Frühe Hilfen und die konsequente Umsetzung der Vorlage von erweiterten Führungszeugnissen in Einrichtungen.

„Dennoch befinden sich ärmere Kommunen in einem Teufelskreis. Sie haben weniger finanzielle Kraft, die Präventionsangebote vor Ort auszubauen, und müssen gleichzeitig immer mehr Geld für intensive Hilfen für Kinder und Familien ausgeben. Hier ist dringend Unterstützung mitzudenken“, mahnte Lasner-Tietze.

Insgesamt sieht der DKSB keine Anzeichen dafür, dass Kinder weniger von Gewalt und Vernachlässigung betroffen sind. „Die statistischen Daten sind konstant auf hohem Niveau“, so Lasner-Tietze weiter. „Eine positive Veränderung gelingt nur, wenn der präventive Kinderschutz konsequent in Rechtsansprüche auf Frühe Hilfen und die unabhängige Beratung aller Kinder, bedingungslos, mündet“, betonte sie.

DKSB-Präsident Heinz Hilgers: „Ich begrüße, dass die Bundesfamilienministerin eine umfangreiche Reform der Kinder- und Jugendhilfe angekündigt und auch die richtigen Eckpunkte benannt hat. Der DKSB wird sich engagiert in den Reformprozess einmischen.“

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