Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
29.06.2016

DKSB fordert Qualitätsgesetz für Kitas und Krippen


Berlin, 29. Juni 2016. Der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband e.V. (DKSB) fordert mit Blick auf den heute veröffentlichten „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmann Stiftung erneut ein Qualitätsgesetz für Kindertagesstätten und Krippen.

Die Ergebnisse des heute veröffentlichten „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmann Stiftung machen deutlich, dass die unterschiedlichen Lebensverhältnisse in den Bundesländern immer noch die Bildungschancen der Kinder bereits in der Kita prägen. „Das widerspricht dem im Grundgesetz und in der UN-Kinderrechtskonvention verankerten Recht auf gleichwertige Lebensverhältnisse. Die Bildungschancen von Kindern dürfen nicht davon abhängen, wo sie in Deutschland aufwachsen“, so Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes.

Der DKSB wiederholt daher seine Forderung eines zukunftsfähigen Qualitätsgesetzes, welches das Kind und dessen Entwicklung in den Mittelpunkt stellt und dem Fachkräftemangel entgegenwirkt. In dem Betreuungsqualitätsgesetz müssen zudem Standards zur ErzieherInnen-Kind-Relation sowie zur Vor- und Nachbereitungszeit der ErzieherInnen festgeschrieben werden, denn Quantität ist ohne Qualität nichts wert.

„Die frühkindliche Entwicklung ist von größter Bedeutung für das gesamte Leben, für Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Kindertagesstätten sind dabei wichtige Orte zur Verwirklichung der Kinderrechte. Sie sichern die Entwicklungschancen eines jeden Kindes und verringern Benachteiligungen“, betont DKSB-Präsident Hilgers. Es gelte nun, alle politischen Kräfte zu bündeln, um qualitativ hochwertige Betreuungsangebote und eine bedarfsgerechte Infrastruktur für Kinder vorzuhalten.

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