Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
09.12.2016

Bund und Länder lassen Alleinerziehende im Stich


Berlin, 9. Dezember 2016. Bund und Länder haben sich im Finanzstreit auf ein Gesetzespaket zur Neuordnung der Finanzbeziehungen verständigt. Dazu DKSB-Präsident Heinz Hilgers: „Mit ihrer überraschenden Einigung lassen Bund und Länder Alleinerziehende im Stich. Die Länder erhalten vom Bund nun jährlich rund 10 Milliarden Euro mehr, darauf konnte man sich verständigen. Aber bei der Finanzierung der Ausweitung des Unterhaltsvorschusses bleiben Bund und Länder weiter zerstritten. Das ist beschämend. Dabei handelt es sich mit ca. 200 Millionen Euro Mehrbedarf um eine vergleichsweise geringe Summe.“

Und weiter: „Kinderarmut ist eines der größten Zukunftsrisiken Deutschlands. Doch an der ersten kleinen Maßnahme seit langem, die Kinderarmut verringern könnte, scheitern Bund und Länder. Die Leidtragenden sind im Wesentlichen die Alleinerziehenden – insbesondere Aufstocker, die arbeiten, sich jedoch nicht den nötigen Lebensunterhalt selbst verdienen können und somit in Hartz IV bleiben“, so DKSB-Präsident Hilgers.

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