Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
12.05.2017

Eröffnung der Kinderschutztage in Leipzig: Die Zeit ist reif!


Leipzig, 12. Mai 2017. Der Deutsche Kinderschutzbund e.V. (DKSB) eröffnete heute im Neuen Rathaus in Leipzig seine diesjährigen Kinderschutztage und forderte die längst überfällige verfassungsrechtliche Verankerung der Rechte von Kindern.

Der Deutsche Kinderschutzbund setzt sich seit vielen Jahren für die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz ein. Das Recht des Kindes auf ein Aufwachsen ohne Armut und Gewalt sowie die Beteiligung junger Menschen bestimmen die tägliche Arbeit des Deutschen Kinderschutzbundes. „In Leipzig widmen wir uns mit dem Leipziger Kinderbüro explizit, aber auch in allen anderen Aktivitäten besonders der Partizipation von Kindern, um deren besondere Sichtweise in der Arbeit einzubringen.“ betonte Prof. Dr. Jörg- A. Weber, Vorsitzender des DKSB Ortsverband Leipzig, in seinem Grußwort bei der Eröffnungsfeier. „Wir versuchen konsequent vom Kinde her zu denken.“

Prof. Dr. Karin Böllert, Vorsitzende der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) stellte in Ihrem Fachvortrag zum Thema Kinderrechte ins Grundgesetz klar: „Die langjährigen Forderungen nach einer Aufnahme der Kinderrechte im Grundgesetz müssen endlich umgesetzt werden. Damit allein ist es aber nicht getan. Kinderrechte müssen gelebt werden durch nachhaltige Beteiligung junger Menschen in allen sie betreffenden Angelegenheiten z. B. in den Kommunen, in Kitas und Schulen.“

DKSB-Präsident Heinz Hilgers betonte in seiner Ansprache: „Es ist skandalös, wenn die Verantwortlichen der deutschen Politik mit dem erhobenen Zeigefinger durch die Welt reisen und über Demokratie sprechen, es aber im eigenen Land nicht schaffen, die in Artikel 24 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union auf deutsches Verfassungsrecht zu übertragen.“

Oberstes Beschlussorgan des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) ist die jährliche Bundesmitgliederversammlung, die während der Kinderschutztage stattfindet. Inhaltlicher Schwerpunkt ist dieses Jahr „Kinderrechte ins Grundgesetz“.

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