Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
22.09.2017

Deutscher Kinderschutzbund (DKSB) weiht ersten „Platz der Kinderrechte“ in Deutschland ein


Berlin, 22. September 2017. Mit einer bunten Demonstration für ihre Rechte haben 500 Kinder den ersten offiziellen „Platz der Kinderrechte“ in Höhr-Grenzhausen (Rheinland-Pfalz) in Besitz genommen. DKSB-Vizepräsident Christian Zainhofer forderte die Politik auf, die Kinderrechte im Grundgesetz festzuschreiben.

Mit hunderten Kindern und einem bunten Rahmenprogramm mit Musik und Gesang ist der erste „Platz der Kinderrechte“ in Deutschland eingeweiht worden. Bei der Zeremonie im rheinland-pfälzischen Höhr-Grenzhausen forderte DKSB-Vizepräsident Christian Zainhofer den nächsten Bundestag auf, die Kinderrechte im Grundgesetz festzuschreiben. Die einstimmige Namensvergabe durch den Stadtrat würdigte er als Beleg dafür, dass die Kinderrechte auch auf lokaler Ebene ernst genommen werden.

„Aus diesem Grund hat sich der Kinderschutzbund entschieden, seine zentrale Veranstaltung zum Weltkindertag anlässlich der Widmung dieses Platzes in Höhr-Grenzhausen stattfinden zu lassen. Damit wollen wir ein Zeichen setzen, dass wir in der kommenden Legislaturperiode mit allen, die unsere Forderung unterstützen, weiter für die Kinderrechte kämpfen werden“, sagte Christian Zainhofer.

Der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering zeigte sich beeindruckt: „Der Platz ist eine Aufforderung an jeden von uns, die Rechte der Kinder zu schützen. Wir müssen uns täglich dafür einsetzen, dass Kinder ohne Armut und Gewalt und mit gleichen Chancen auf Bildung und persönliche Entwicklung aufwachsen.“ Rheinland-Pfalz hat die Kinderrechte schon 2001 in der Landesverfassung verankert.

„In Höhr-Grenzhausen werden die Kinderrechte auf lokaler Ebene gelebt und in vielfältigen Projekten in den Alltag eingebunden“, sagte Thilo Becker, Bürgermeister der Verbandsgemeinde. Stadtbürgermeister Michael Thiesen fügte hinzu, dass in den Schulen und Kindertagesstätten in Kooperation mit dem Kinderschutzbund ein Bewusstsein für die Rechte der Kinder entstanden ist. Gemeinsam enthüllten sie ein speziell gestaltetes Namensschild aus Keramik und Basalt.

Die Einweihungsfeier könnte der Auftakt für eine Reihe solcher Namensgebungen sein: Höhr-Grenzhausen übergab einen „Staffelstab“ an den Ortsverband Mainz. Dieser plant, den zentralen Goethe-Platz mit der offiziellen Zusatzbezeichnung „Platz der Kinderrechte“ zu versehen.
Weitere Initiativen nach dem Vorbild von Höhr-Grenzhausen werden unter anderem aus Hessen, Bremen und Schleswig-Holstein gemeldet.


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